Ein kleiner Erfahrungsbericht.

Aktuell ist die Situation die das wir einen Webdeveloper in erster Linie für XHTML/CSS suchten, wenn geht natürlich auch mit weiteren programmiertechnischen Kenntnissen wie JavaScript, Ajax und PHP. Gefunden haben wir erstmal jemand der zwar nur ersteres kann aber gut dafür konnte zusätzlich gestalten was auch auf einen anderen Job passte.

Um sicher zustellen das der Developer weiß was unsere Qualitätsanforderungen sind schrieb ich das Unternehmens Manifest zu HTML /CSS Runter. Natürlich dachte ich eigentlich „Schwachsinn“ für was aber egal ich schrieb:

 

Also pro clima Richtlinien für XHTML Seiten

  • Content-Type:    text/html
  • Encoding:     utf-8   
  • Doctype:     XHTML 1.0 Transitional
  • keine Tabellen zu Designzwecken missbrauchen.
  • CSS2 nach W3C Broser spez nur nach w3c mit z.B. -moz oder -webkit um CSS3 zu verwenden, dies kann Sinnvoll sein muss aber so serin das menschen mit entsprechendem Browser etwas davon haben und andere es nicht vermissen. Runde ecken können demnach noch nicht mit den CSS3 eigenschaften gebaut werden
  • Javascript ist erlaubt und auch erwünscht (wenn Sinnvoll), allerdings MUSS die SEITE ohne Umwege funktionieren. Ein Link der mit Javascript  ein Layer auf macht muss ohne Javascript auf eine entsprechende alternative verweisen "<a href="#" onclick="..." ist damit Tabu,  genauso wie "<a href="javascript: ..." ordentlich ist es zu machen mit  "<a href="alternate.html" onclick="meine_function(); return false"   ..."
  • Bilder wenn sie nur dem Design geschuldet sind sollen nicht mit img TAG sonder mit css ein gebunden werden.
  • Bilder die mit img zum Content gehören müssen mit einem aussagekräftigen alt Text bestückt sein.
  • Überschriften und Texte die wegen Designtechnischen Gründen als Bild  eingefügt werden, müssen in Text Form im HTML sein, Der Text kann  durch CSS ausgeblendet und durch ein Hintegrundbild z.B. das Bild eingefügt werden (google Dankt es).
  • <h1> <h2> <p> usw. sollen verwendet werden und zwar semantisch richtig. max 1x <h1> auf einer Seite danach h2 h3 h4 usw.  dazwischen die p mit den Absätzen. br nur dort wo notwendig.
  • Erlaubte Bildformate sind JPEG für Fotos Bilder / Grafiken usw. werden im PNG Format realisiert - Das GIF ist ein Tabu.

Dann hörte ich erstmal nichts mehr Projektmanager machte mit Ihm an einem Projekt und Preisverhandlungen dazu rum. Nach einigen Tagen bekam ich dann einen Anruf.

Der Developer wollte nochmals Technische Details mit mir klären (ich hatte mittlerweile das Angebot, Stundensätze waren aus der gehobenen Kategorie aber für gutes HTML zahlt man ja gerne) er nahm Bezug auf den Punkt: „keine Tabellen zu Designzwecken missbrauchen“. Wörtlich kam die Frage: „Was ist damit gemeint“.

Ich Schluck Störlaut „Ähh“ „Ja“ - PAUSE - „Eigentlich so wie es da steht also eben Tabellen einfach nur dann Verwenden wenn ich auch semantisch eine Tabelle darstellen will“ (ich sagte das mit so einem Ton als ob ich ihm nichts neues erzähle) Dann war auf der anderen Seite STILLE ICH „HALLO“ auf der anderen Seite „Ja noch da ...“ Er fragt dann nach das Heißt um ein Bild neben einem Text zu platzieren keine Tabelle „Nein keine Tabelle“ versicherte ich. Dann kam hintenherum die Frage und wie dann und wie soll das gehen. Ich souverän „Na ja so wie halt im modernen Webdesign üblich mit Containern und CSS“.

Er hielt dann ein Kurz Referat das er eine Seite auch aus der Designperspektive betrachtet und das normaler weise Kunden keinen Wert auf sauberen Code lägen und das ja sauberer Code nicht mit dem Verzicht auf Tabellen zu tun haben.

In diesem Moment ging mir ein Licht auf – Ich sagte etwas grob aber sehr kurz „Sehr wohl – das kann man in jedem vernünftigen neuen Buch zu XHTML nachlesen“ (bereue! ich wollte doch freundlich bleiben, also schnell auf hören zu reden) Da stellte er aber auch schon die nette Frage: „Das heißt Design mit Tabellen ist bei Ihnen ein NO GO“, ich erleichtert ja das ist für uns ein absolutes NO GO. Und er meinte dann auch das unter diesen Umständen eine Zusammenarbeit keinen Sinn macht. Konnte ich ihm nur beipflichten. Teilte dem Projektmanager auch gleich mit das er diesen Webdeveloper abschreiben kann.

Was mich aber an dieser ganzen Geschichte ziemlich stört:

Solche Entwickler laufen da draußen in der freien Wildbahn rum, verkaufen ahnungslosen Kunden, Webseiten die Ihr Geld nicht wert sind, auf Technologie zurück greifen die schon lange überholt sind. Schon allein der Spruch „aus Designperspektive braucht man Tabellen“ ist seit mindestens 4 Jahren obsolet die Seite um deren ReDesign es geht habe ich Original 2005 gestrickt seitdem ist weder an dem HTML oder sonst was geändert worden.

Das Design ist eigentlich (dafür das es von mir NICHT DESIGNER gemacht wurde) relativ gut aber das beste ist eigentlich das es 100% auf Containermodell und CSS zurückgreift die ganze Seite hat keine ein-zigste Tabelle und sieht trotz alledem gut aus.

 

Und es war mein Erstlingswerk was das 100%tige angeht seitdem arbeite ich nur so, sprich seit über 3 Jahren. Das Argument das Guter Code nicht bezahlt wird kann ich auch nicht so unkommentiert in der Welt stehen lassen. Es ist definitiv so, dass HTML Code ohne Tabellen (immer zu Designzwecken meine ich damit) sehr viel übersichtlicher ist. Das das Nachvollziehen von angaben in CSS Klassen und Ids sehr viel handhabbarer ist als über Tabellen, alle diese Vorteile haben bei mir da zugeführt das das entwickeln mit DIVs und CSS wesentlich schneller geht als wie das frühere Tabellen gescheibe. Das einzig Zeitaufwändige ist: Die Unterschiede in der Interpretation IE und FF auszugleichen und zu optimieren. Ansonsten kann man sich mit CSS2.0 viel Arbeit ersparen. Und vor allem was machen die Leute wenn CSS3 erstmal Standard wird da wird es soviele geile Optionen geben die einem Spaß bereiten aber nur wenige Zeilen Code Kosten (schaut euch einfach mal die --webkit Sachen an.)

LEARND LESSON

  1. Denke nie das sich ein Standard nach 5 Jahren durchgesetzt hat
  2. Denke nie das wenn sich einer für einen Preis auf dem Markt behaupten kann ih auch wert ist
  3. Schreibe immer genau auf was für Anforderungen du verlangst
  4. Glaube nicht das jemand deine Anforderungen auch versteht